Frachtverzurrung und Versicherung: wie nicht zertifizierte Verzurrmittel Ihre Frachtversicherung ungültig machen können

17.05.2026

Häufig gestellte Fragen

F: Kann nicht zertifizierte Verzurrausrüstung die Frachtversicherung ungültig machen? A: Yes. Using lashing equipment without EN 12195 certification and a valid blue label can void your CMR cargo insurance policy. Most European cargo insurance policies require compliance with EN 12195 load securing standards. Non-compliant equipment gives insurers legal grounds to reject damage claims.

F: Welches Zurrgerät ist nach EU-Recht erforderlich? A: Das EU-Recht verlangt, dass alle Ladungsbefestigungsmittel den EN 12195 Standards entsprechen. Zurrgurte müssen ein blaues Etikett tragen, auf dem LC (Ladekapazität), STF (Standardzugkraft) und BF (Bruchkraft) angegeben sind. Die EU-Richtlinie 2014/47/EU schreibt Straßeninspektionen vor, um die Einhaltung zu überprüfen.

F: Was bedeutet das blaue Etikett an Zurrgurten? A: Das blaue Etikett ist ein obligatorisches Zertifizierungszeichen für nach EN 12195-2 konforme Zurrgurte. Es zeigt die Zurrkraft (LC), die Bruchkraft (BF) und die Standardvorspannkraft (STF) des Gurtes an. Ohne das blaue Etikett ist der Gurt nicht konform — und die Frachtversicherung könnte ungültig werden.


Einleitung

Jeder Logistikmanager in Europa kennt das Gefühl eines Schadensanspruchs. Sehr wenige erkennen, dass der Anspruch nicht nur teuer sein kann – er kann völlig unversichert sein.

Der Grund? Nicht zertifizierte Ladungssicherungsgeräte.

In der gesamten EU enthalten die Frachtversicherungen — einschließlich CMR-Versicherung — eine Compliance-Klausel: Die Fracht muss gemäß den EN 12195-Standards gesichert sein. Verwenden Sie nicht zertifizierte Zurrgurte, hat Ihr Versicherer rechtliche Gründe, den Anspruch abzulehnen. Die von Ihnen gewählte Ladungssicherungsausrüstung ist nicht nur eine Sicherheitsentscheidung. Es ist auch eine rechtliche und finanzielle Entscheidung.

In diesem Artikel wird der rechtliche Rahmen für die Ladungssicherung in Europa erklärt, was "zertifiziertes Sicherungsgerät" tatsächlich bedeutet und was mit Ihrer Frachtversicherung passiert, wenn diese Zertifizierung fehlt.


Der rechtliche Rahmen: Was das EU-Recht über Ladungssicherungsausrüstung sagt

EN 12195: Der europäische Standard für die Ladungssicherung

EN 12195 ist der primäre europäische Standard, der das Verzurren von Ladungen und die Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen regelt. Er besteht aus vier Teilen:

  • EN 12195-1:2010 — Berechnung der Zurrkräfte (wie viele Gurte und welche LC-Werte benötigt werden)
  • EN 12195-2:2001 — Zurrgurte aus synthetischen Fasern (Ratschenzurrgurte, Webe sling)
  • EN 12195-3:2001 — Ladungssicherungsketten
  • EN 12195-4:2003 — Stahldrahtseile

Alle zertifizierten Ladungszurrmittel, die in der EU verkauft werden, müssen den entsprechenden Teil der EN 12195 erfüllen. Nicht-zertifizierte Zurrgurte – typischerweise günstigere, unmarkierte Produkte – entsprechen diesen Standards nicht und sind rechtlich nicht für den Frachttransport zulässig.

EU-Richtlinie 2014/47/EU: Straßenüberwachung

EU Directive 2014/47/EU mandates uniform roadside inspection of commercial vehicles across all EU member states. Inspectors from the EU organisation EURO Controle Route (ECR) check load securing compliance against standardised checklists. Non-compliant cargo lashing equipment means:

  • Sofortige Geldstrafe für den Fahrer und den Frachtführer
  • Pflicht zur Fahrzeugfeststellung bis der Verstoß behoben ist
  • Formeller Inspektionsbericht — das von Versicherern in einem späteren Anspruchsstreit verwendet werden kann

CMR-Konvention: Haftung des Frachtführers

Gemäß dem CMR-Abkommen (Übereinkommen über den Vertrag über den internationalen Straßentransport von Gütern) ist der Frachtführer für die Ladung vom Zeitpunkt der Verladung bis zur Lieferung verantwortlich. Wenn die Ladung aufgrund unsachgemäßer Ladungssicherung beschädigt wird — einschließlich der Verwendung von nicht zertifiziertem Zurrmaterial — trägt der Frachtführer die volle Verantwortung.

CMR-Versicherung deckt in der Regel diese Haftung. Allerdings verlangen die meisten CMR-Versicherungspolicen ausdrücklich die Einhaltung der geltenden Ladungssicherungsstandards. Nicht-zertifizierte Ladungssicherungsgeräte stellen einen direkten Verstoß gegen diese Bedingung dar.


Wie nicht zertifizierte Verzurrgeräte die Frachtversicherung ungültig machen

Klausel zur Einhaltung der Versicherung

Die meisten europäischen Frachtversicherungen — einschließlich CMR-Versicherungen — enthalten eine Klausel, die vorschreibt, dass die Fracht gemäß den geltenden Vorschriften und Standards gesichert werden muss. In der EU bedeutet dies EN 12195.

Wenn ein Schadensanspruch eingereicht wird, untersuchen die Versicherer die Ursache. Wenn sie feststellen, dass nicht zertifizierte Zurrgurte verwendet wurden, haben sie rechtliche Gründe, die Konformitätsklausel anzuwenden und den Anspruch abzulehnen.

Der kritische Punkt: Die Beweislast liegt beim Frachtführer, nicht beim Versicherer. Sie müssen nachweisen, dass zertifizierte Ladungssicherungsgeräte verwendet und ordnungsgemäß angewendet wurden. Ohne EN 12195-konforme Gurte — erkennbar an ihrem blauen Etikett — können Sie diese Anforderung nicht erfüllen.

Das Blaue Etikett: Nachweis der Zertifizierung

Nach EN 12195-2:2001 muss jeder konforme Zurrgurt auf allen abnehmbaren Teilen ein sichtbares, intaktes blaues Etikett tragen. Dieses Etikett ist Ihr rechtlicher Nachweis der Konformität. Es muss Folgendes anzeigen:

  • LC — Zurrkraft (in daN): die maximale Kraft, die der Riemen bei direkter Verzurrung aushalten kann
  • STF — Standardzugkraft: die mit einer Handkraft von 50 daN angelegte Vorspannkraft
  • BF — Bruchkraft: die Kraft, bei der der Riemen versagt
  • Herstellerzertifizierungszeichen (z.B. TÜV, GS)

Ein Zurrgurt ohne blaue Kennzeichnung entspricht nicht der EN 12195. Er darf in der EU nicht legal zur Ladungssicherung verwendet werden. Und wenn er verwendet wird, kann dies Ihre Frachtversicherung ungültig machen.

Hardware-Anforderungen

EN 12195-2 legt auch Anforderungen an das Zubehör fest:

  • Ratschen und Haken müssen einen Sicherheitsfaktor haben mindestens 2× den LC-Wert
  • Das Gurtband muss einen Sicherheitsfaktor haben mindestens 3× den LC-Wert
  • Das gesamte Verzurrsystem muss eine Ausfallbewertung haben mindestens 2× den LC-Wert

Günstige Ladungssicherungsausrüstung erfüllt in der Regel diese Anforderungen nicht – selbst wenn sie optisch ähnlich wie zertifizierte Gurte aussieht.


Die tatsächlichen Kosten von nicht zertifizierter Ladungssicherungsgeräte

Direkt finanzielles Risiko

Betrachten Sie ein typisches europäisches Fracht-Szenario: Ein Spediteur transportiert Industrieausrüstung im Wert von 40.000 Euro mit budgetfreundlichen, nicht zertifizierten Zurrgurten. Die Ladung verschiebt sich beim Bremsen. Waren sind beschädigt.

Der Frachtführer reicht einen CMR-Versicherungsanspruch ein. Der Gutachter des Versicherers untersucht und findet nicht zertifizierte Verzurrgeräte - kein blauer Aufkleber, LC-Werte nicht verifizierbar. Die Konformitätsklausel wird angewendet. Der Anspruch wird abgelehnt.

Der Frachtführer trägt den gesamten Verlust von 40.000 € — zuzüglich Kosten für die erneute Lieferung, Kundenstrafen und Anwaltsgebühren.

Ersparnis bei nicht zertifizierten Zurrgurten: 80 €.

Indirektes Risiko: Regulatorische Strafen und strafrechtliche Haftung

Über die Versicherung hinaus schafft nicht zertifizierte Ladungssicherungsgeräte regulatorische und strafrechtliche Risiken:

  • Regulatorische StrafenDie EU-Richtlinie 2014/47/EU führt zu sofortigen Geldstrafen für nicht konforme Ladungssicherung
  • Strafrechtliche VerantwortungIm Falle eines Unfalls, der durch eine Verschiebung der Ladung verursacht wurde, können der Frachtführer und der Fahrer mit einer möglichen strafrechtlichen Verfolgung wegen fahrlässiger Ladungssicherung konfrontiert werden.
  • Erhöhung der VersicherungsprämieJeder CMR-Versicherungsfall — selbst ein gelöstes — erhöht die Basisprämien bei der Erneuerung.

Verhältnis der Kosten für Verzurrmaterial zu dem Wert der Ladung

Zertifizierte Ladungssicherungsgeräte — EN 12195-konforme Ratschenriemen, Ketten und Ladungsnetze — machen typischerweise weniger als 0,5–1% des Frachtwerts transportiert wird. Der ROI von zertifizierten Verzurrgeräten, gemessen an der Vermeidung von Ansprüchen, übersteigt konstant 400%.


Wie Sie sicherstellen, dass Ihre Ladungssicherungsgeräte den Vorschriften entsprechen

Checkliste: Konformität von zertifizierter Verzurrtechnik

Verwenden Sie diese Checkliste vor jeder Ladung:

✅ Jeder Zurrgurt hat ein unbeschädigtes blaues Etikett (EN 12195-2)

✅ The LC-Wert ist ausreichend für das Frachtgewicht und den Verzurrwinkel

✅ The STF-Wert ist für Zurranwendungen verifiziert

✅ Ratschensysteme und Haken zeigen keine Risse, Verformungen oder Korrosion

✅ Gurtband hat keine Schnitte, Abschürfungen oder UV-Schäden

✅ Jeder Riemen wurde jährlich inspiziert von einer autorisierten Person

✅ Beschädigte Gurte sofort aus dem Dienst entfernt und zerstört

✅ Die Anzahl der Zurrgurte entspricht EN 12195-1 Berechnungen für das Frachtgewicht

Jährliche Inspektionsanforderung

EN 12195-2 requires that all lashing straps be inspected at least once a year by an authorised person. Straps that fail inspection must be removed from service and cannot be repaired — they must be destroyed so they cannot be reused.

Lieferantenüberprüfung

Beim Beschaffen von Ladungssicherungsgeräten überprüfen Sie:

  • Produkte tragen die EN 12195-Zertifizierung
  • Blaue Etiketten sind auf allen Riemen vorhanden und lesbar
  • Der Lieferant kann Dokumente zur Konformität bereitstellen
  • Produkte sind keine generischen, unmarkierten Importe ohne nachverfolgbare Zertifizierung

Fazit: Ladungssicherungsausrüstung ist Ihre Versicherungspolice

Zertifizierte Ladungssicherungsausrüstung ist keine optionale Ausgabe. Nach EU-Recht — EN 12195 und EU-Richtlinie 2014/47/EU — es ist eine gesetzliche Anforderung. Gemäß CMR-Versicherungsbedingungen, es ist die Bedingung, von der Ihre Anspruchsdeckung abhängt.

Nicht zertifizierte Zurrgurte kosten im Voraus weniger. Aber in dem Moment, in dem die Ladung beschädigt wird, wird diese Ersparnis zum Grund, warum Ihr Versicherer den Anspruch ablehnt.

Zertifizierte Ladungssicherungsgeräte kosten weniger als 1% des Wertes der geschützten Ladung. Ein nicht versicherter Anspruch kostet alles.

Wählen Sie EN 12195-zertifizierte Zurrgurte, Ketten und Ladungsnetze. Überprüfen Sie das blaue Etikett. Regelmäßig inspizieren. Dokumentieren Sie die Einhaltung.

Ihre Frachtversicherung hängt davon ab.


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